Kompetenzschmiede Seestadt Aspern: Neue Technologie-Großprojekte im Vormarsch

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Kompetenzschmiede Seestadt Aspern: Neue Technologie-Großprojekte im Vormarsch

Fundament für die zukünftige Entwicklung der Produktion in der Großstadt

Wien, am 21.November 2016

Die Seestadt entwickelt sich immer mehr zu einem österreichweiten Zentrum für die Erforschung,

Umsetzung und Anwendung von Lösungen für die Industrie 4.0. Mehrere in Umsetzung befindliche

Technologie-Großprojekte legen dafür das Fundament. Dazu zählen die Ansiedlung des europäischen IT

Competence Centers von Atos, der Bau von 10.000 m2 neuen Produktions-und Laborflächen und ein neues

gefördertes Forschungsprojekt der TU.

 

„Diese Entwicklung ist ein Quantensprung“, so Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner. „Nicht nur für die

Seestadt und den Standort Wien, sondern für den gesamten Produktionsstandort Österreich. Diese

Bündelung von Know-how im Bereich der Industrie 4.0 ist einzigartig. Denn nur, wenn wir am Standort

weiter konsequent auf Kooperationen zwischen Wirtschaft und Forschung setzen, die in innovative

Produkte und Dienstleistungen münden, werden wir im internationalen Wettbewerb bestehen.“ Durch die

neuen Projekte werden rund 600 neue Arbeitsplätze in der Seestadt Aspern entstehen, die um die Bereiche

neue Produktionstechnologien bzw. der Industrie 4.0 angesiedelt sind.

 

Atos Competence Center für Industrie 4.0

Mit dem IT-Dienstleister Atos richtet ein weltweilt führender IKT-Player mit 100.000 Beschäftigten in 72

Ländern sein europäisches Competence Center für Industrie 4.0 in der Seestadt ein. Dieses auf über 400

m2 mit Top-Infrastruktur ausgestattete Kernstück wird auch als Labor für heimische Industriebetriebe

nutzbar sein. Atos verfolgt die Stärkung der österreichischen Industrie durch Workshops, Schulungen,

Proof of Concepts sowie Präsentationen bestehender Industrie 4.0 Use-Cases. Zurzeit sind bei Atos bereits

60 Industrie 4.0-Anwendungen vorhanden.

 

„Industrie 4.0 ist für Europa und insbesondere für Österreich eine wichtige Chance, die richtig umgesetzt

zu einer Re-Industrialisierung führen wird“, erklärt Johann Martin Schachner, Country Manager Atos

Österreich. „Aus diesem Grund investieren wir in den nächsten fünf Jahren 25 Millionen Euro in das

Competence Center und schaffen zudem 40 neue Arbeitsplätze. Damit bekennen wir uns auch klar zum

Wirtschaftsstandort Wien“, so Schachner weiter.

Das derzeit 20-köpfige Atos Team wird in engem Austausch mit der Pilotfabrik arbeiten. Die TU Wien

experimentiert hier schon praxisnah und ermöglicht gemeinsam mit rund 20 Unternehmen Testläufe für

neue Produktionsmethoden und Anwendungen in einem wissenschaftlichen Umfeld.

 

Ausbau Technologiezentrum für Produktion und Laborflächen

Um den Bedürfnissen der Wiener Unternehmen im Bereich Industrie 4.0 gerecht zu werden, erweitert die

Wirtschaftsagentur Wien das Technologiezentrum Seestadt. Mit zwei neuen Gebäuden werden zusätzlich

10.000 m² Produktions-, Labor- und Büroflächen geschaffen. Ziel ist, technologieaffinen Unternehmen

Raum und passende Infrastruktur zu bieten, um in der Automatisierungs- und Fertigungstechnik neue

Wege einzuschlagen. Das Technologiezentrum wird nach der Erweiterung insgesamt rund 17.000 m2

umfassen.

 

„Das Umfeld in der Seestadt, geprägt durch Global Player wie HOERBIGER, Opel und Spitzenforschung

durch die Pilotfabrik, war schon jetzt nicht schlecht – aber durch den jüngsten Entwicklungsschub können

wir hier am Standort ein fruchtbares Umfeld für Unternehmen bieten, das seinesgleichen sucht und wohl

eine hohe Anziehungskraft ausüben wird“, so Gerhard Hirczi, Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur

Wien.

 

Als Sieger des europaweiten Architekturwettbewerbs für die Erweiterung des Technologiezentrums sind

die ATP architekten ingenieure Wien, die bereits für das erste Technologiezentrum in der Seestadt

verantwortlich zeichnen, hervorgegangen. Mit dem ersten Bauabschnitt soll Anfang 2018 begonnen

werden, die Planungen dafür starten jetzt. Die Kosten für die Erweiterungsbauten belaufen sich auf rund

18 Millionen Euro. Die Gebäude werden hohen Energiestandards entsprechen und nicht mehr Energie

verbrauchen, als sie selbst produzieren können.

 

Wissensmagnet TU verstärkt Forschungsaktivitäten

Die TU-Pilotfabrik ist ein zentraler Baustein im strategischen Schwerpunkt Industrie 4.0. Hier passieren

Grundlagenforschung, anwendungsorientierte Forschung in Kooperation mit der Wirtschaft,

forschungsgeleitete Lehre und Weiterbildung. Diese Bereiche greifen wie Zahnräder ineinander, sodass

das Wissen, das hier produziert wird, Österreich im internationalen Wettbewerb stärkt. Die

Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft wird am Standort jetzt noch zusätzlich durch ein

hochdotiertes K1-Zentrum gefördert.

 

Das K1-Zentrum „Austrian Center for Digital Production“ (CDP) mit starker TU Wien-Verankerung wird

im Technologiezentrum an der Virtualisierung der Produktion, an flexibler Automation und

Maschinenkommunikation forschen. „Optimale Infrastruktur und starke Partner wie z.B. die Stadt Wien

und hier angesiedelte Top-Unternehmen stärken der Wissenschaft und Forschung den Rücken. National

gut verankert können wir international reüssieren“, so TU Vizerektor Eberhardsteiner.

 

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v.l.n.r.: Johann Martin Schachner, Country Manager Atos Österreich, Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner, Gerhard Hirczi (Wirtschaftsagentur Wien), Josef Eberhardsteiner (TU Wien) Fotocredit: David Bohmann

 

Rückfragehinweis:

Ferdinand Pay

Mediensprecher Renate Brauner

Tel.: 01/4000-81845

E-Mail: ferdinand.pay@wien.gv.at

 

Uschi Kainz

Kommunikation Wirtschaftsagentur Wien

Tel.:01/4000-86583

E-Mail: kainz@wirtschaftsagentur.at

 

Bettina Neunteufl

Pressesprecherin TU Wien

Tel.: 01/58801-41025

E-Mail: bettina.neunteufl@tuwien.ac.at

 

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