Atos treibt Test-Infrastruktur für künftige Cloud-Szenarien voran

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Atos treibt Test-Infrastruktur für künftige Cloud-Szenarien voran

Europäische Kommission unterstützt paneuropäische Multi-Cloud mit 9,48 Millionen Euro bis 2013.

 

Forscher und Anwender erproben mit BonFIRE 2.0 Anwendungen, Services und Systeme für das Internet der Zukunft

München, 19. März 2012
Der internationale IT-Dienstleister Atos leitet ein Konsortium aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen, das mit der Entwicklung des Projekts BonFIRE betraut ist. Dabei handelt es sich um eine Multi-Cloud-Infrastruktur der FIRE-Initiative (Future Internet Research and Experimentation). Die Initiative ist Teil der Strategie der Europäischen Kommission, Europa bei der Implementierung von Cloud Computing eine globale Führungsrolle zu ermöglichen. BonFIRE (Building service testbeds for Future Internet Research and Experimentation) umfasst Investitionen von 9,48 Millionen Euro, von denen die Europäische Kommission 7,2 Millionen beisteuert, darunter allein 1,34 Millionen für zwei Ausschreibungen. Das Projekt soll bis November 2013 laufen.

Ziel von BonFIRE ist es, Forschern den Zugang zu einer verteilten Cloud-Infrastruktur zu eröffnen. Diese unterstützt Experimente mit Systemen und Anwendungen sowie die Evaluierung von übergreifenden Herausforderungen, um das Testen innovativer Szenarien zu erleichtern. Viele Organisationen sehen in BonFIRE einen Ausgleich für fehlende Forschungsinfrastrukturen. Kommerzielle Anbieter gewähren meist nicht die gewünschte Kontrolle über die zu testenden Parameter, und die Kosten für Installation und Betrieb einer eigenen Infrastruktur sind mitunter sehr hoch.

BonFIRE unterstützt drei grundlegende Testszenarien:

  • Erweitertes Cloud-Szenario: Vier über Europa verteilte und via Internet verbundene BonFIRE Cloud-Standorte werden im Verbund betrieben.
  • Cloud-Szenario mit kontrolliertem Test-Netzwerk: Dieses Szenario arbeitet mit Rechnerknoten, die über ein benutzergesteuertes, nachgebildetes Internet miteinander verbunden sind. Es basiert auf einer mit Cloud-Funktionen ausgestatteten „Virtual Wall“-Umgebung.
  • Erweitertes Cloud-Szenario mit komplexen Netzwerkverknüpfungen: Ein kontrolliertes Netzwerk verbindet zwei Cloud-Standorte miteinander. Auf diese Weise lassen sich die Auswirkungen des Netzwerkverhaltens auf Services und Clouds untersuchen, und es kann mit neuen Lösungen und Ansätzen experimentiert werden. Dieses Szenario impliziert einen vertikalen Verbund mit einer Schnittstelle für den Übergang von der Cloud zum Netzwerk.

BonFIRE ist eine offene Infrastruktur. Die neue Version 2.0 umfasst nun weitere Cloud-Funktionen, die den Anforderungen von Infrastruktur als Service (Infrastructure as a Service, IaaS) entsprechend. BonFIRE hat sich Standards wie OCCI (Open Cloud Computing Interface) und OVF (Open Virtualization Format) verpflichtet, um die Interoperabilität zwischen heterogenen Cloud-Standorten zu gewährleisten. Für das Management der virtuellen Infrastrukturen kommt die europäische Open Source-Software OpenNebula zum Einsatz.

Um weitere Nutzer einzubeziehen, werden im Rahmen des Projekts 1,34 Millionen Euro für zwei Ausschreibungen aufgewendet. Die erste Ausschreibung endete 2011; ausgewählt wurden vier von insgesamt 29 eingereichten Bewerbungen. In der zweiten Ausschreibungsrunde, deren Bewerbungsfrist zum 7. März 2012 endete, werden drei bis vier Testprojekte sowie ein kommerzieller Cloud-Anbieter ausgewählt, um BonFIRE weiter voranzutreiben.

Atos (Spanien) ist Koordinator des Projekts, in das aktuell 20 Mitglieder eingebunden sind: Universidad Complutense de Madrid, i2Cat Foundation (Spanien), University of Edinburgh, IT Innovation Centre, University of Southampton, HP, The 451 Group (Großbritannien), SAP, Universität Stuttgart, Fraunhofer FOKUS, Technische Universität Berlin, IBBT Universität Gent (Belgien), INRIA (Frankreich), Poznan Supercomputing and Networking Center (Polen); Nextworks (Italien). An den Experimenten der ersten offenen Ausschreibung haben sich das Supercomputing Technology Center of Galicia (Spanien), CETIC (Belgien), University of Manchester (Großbritannien) sowie die beiden irischen Unternehmen Redzinc und Cloudium Systems beteiligt. Nach Abschluss der zweiten Ausschreibungsrunde (ab September 2012) werden voraussichtlich weitere vier bis fünf Partner dem Konsortium beitreten.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.bonfire-project.eu

Über Atos
Atos ist ein internationaler Anbieter von IT-Dienstleistungen mit einem pro forma Jahresumsatz für 2011 von 8,5 Milliarden Euro und 74.000 Mitarbeitern in 42 Ländern. Der globale Kundenstamm des Unternehmens profitiert von einem umfangreichen Portfolio, das transaktionsbasierte Hightech-Services, Beratung und Technologie-Services, Systemintegration sowie Outsourcing-Dienstleistungen umfasst. Mit seiner umfassenden Technologie-Expertise und tiefgreifendem Branchenwissen unterstützt der IT-Dienstleister Kunden in folgenden Marktsegmenten: Produzierendes Gewerbe, Handel, Dienstleistungen; Öffentliche Verwaltung, Gesundheits- und Transportwesen; Banken und Versicherungen; Telekommunikation, Medien & Technologien; Energiebranche und Versorgungsunternehmen.

Der Fokus liegt dabei auf Business Technology. Dieser Ansatz verbindet Unternehmensstrategie, Informationstechnologie und Prozesse. Dadurch können Kunden ihr Geschäft nachhaltig vorantreiben und zukunftsorientiert entwickeln. Atos ist der weltweite IT-Partner der Olympischen Spiele und an der Pariser Börse in der Eurolist notiert. Atos firmiert unter Atos, Atos Consulting & Technology Services, Atos Worldline und Atos Worldgrid.

Weitere Informationen finden Sie unter www.atos.net.

Pressekontakt:
Stefan Pieper
Tel. +49 201-4305-9159
Email: stefan.pieper@atos.net

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