Ganzheitliches Risiko Management für neue Marktsegmente im Kreditkartengeschäft

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Ganzheitliches Risiko Management für neue Marktsegmente im Kreditkartengeschäft

Frankfurt,  24. Oktober 2003

Zeiten allgemeiner Marktverunsicherung und Globalisierung haben auch das Kreditkartengeschäft von Banken und Sparkassen beeinträchtigt. Viele Institute kämpfen seitdem gegen abnehmende Zuwachsraten und steigenden Wettbewerb aus dem In- und Ausland. Geringere Profitabilität von Kartenprogrammen durch sinkende oder gleichbleibende Durchschnittsbons sowie Kannibalisierungseffekte bei Zahlungssystemen wie Debit- und Kreditkarten tun ein Übriges. Nach Entfallen des Auslandsentgeltes und Sinken der Interchange-Gebühren sprudeln selbst bislang etablierte Einnahmequellen nicht mehr so wie in früheren Zeiten.

 

Gesucht werden deshalb Lösungen, die wieder höhere Erträge versprechen. Auf dem Weg dorthin verfolgen Karten ausgebende Institute unterschiedliche Strategien. Zum einen weichen sie vermehrt in bislang unzureichend genutzte Marktsegmente aus. Hoch in Kurs stehen dabei attraktiv gestaltete Kartenprogramme für exklusive Kundensegmente wie Goldkarteninhaber. Zum anderen entscheiden sie sich auch für risikobehaftetere Marktsegmente, wobei auch Kunden mit geringerer Bonität oder Nicht-Bestandskunden von Banken für den Ausbau von Co-Branding-Geschäften akquiriert werden. Mehr Profitabilität versprechen außerdem zusätzliche Kreditvergaben in Form von Revolving Credit.

 

Während sich die Risiken mangelnder Kundenakzeptanz und Kartennutzung bei Goldprogrammen durch vorgeschaltete Marktforschungs-Aktivitäten begrenzen lassen, birgt das Erschließen risikobehafteter Marktsegmente neben möglichen Neukundenpotenzialen und zusätzlichen Ertragschancen auch höhere Ausfallrisiken. Um ein möglichst positives Gesamtergebnis zu erzielen, müssen diese jedoch auf jeden Fall kalkulierbar bleiben, was nur bei einem ausgereiften Risiko-Management möglich ist.

 

Führende Kartenprozessoren haben daher jetzt Lösungen entwickelt, die stärker als bisher das Betrachten des gesamten Lebenszyklus einer Karte ermöglichen. Der Vorteil: Potenzielle Ertragschancen und -risiken einer Karte können so frühzeitig erkannt und hinreichend beurteilt werden. Zum Einsatz kommen dabei Systeme, deren Antragserfassung auf integrierten Scoring-Systemen und kundenindividueller Ablaufsteuerung basiert. Sie erlauben dem jeweiligen Karten ausgebenden Institut, Kunden mit hohem Ausfallrisiko schon gleich zu Beginn zu identifizieren und mit einem entsprechend geringerem Verfügungsrahmen auszustatten.

 

Mehr Aufmerksamkeit wird im Rahmen der Betrachtung des gesamten Lebenszyklus von Karten auch dem Limitmanagement geschenkt werden müssen. Dazu wird durch Einsatz geeigneter Steuerungssysteme der individuelle Kreditrahmen unmittelbar an das Umsatzverhalten des jeweiligen Kunden gekoppelt. So können Ausfallrisiken minimiert und gleichzeitig Umsätze gesteigert werden.

 

Neben speziellen risikominimierenden Antragserfassung- und Limitmanagement-Systemen gibt es mittlerweile auch Produkte, die den Vorgang der Autorisierung sowie die allgemeine Risiko-Prävention bei Kartenprogrammen im Rahmen eines gesamtheitlichen Risiko-Managements effektiv steuern. Mit diesen innovativen Fraud-Präventionssystemen können selbst spezifische Risikosituationen wie die Fälschung von Kreditkarten frühzeitig identifiziert und durch gezieltes Steuern der Autorisierungsparameter ein Missbrauch rechtzeitig abgewendet werden. Ergänzt werden sie durch komplexe Mahnsysteme, die - selbst noch bei etwaigen Zahlungsausfällen – die Begrenzung von Verlusten und Risiken durch eine kundenspezifischere Steuerung des Mahnvorgangs oder unmittelbare Übergabe an das Inkasso ermöglichen.

 

Ob neue Marktsegmente künftig mehr Gewinn-Potenziale als Ausfallrisiken für Kreditkarten ausgebende Institute generieren, wird künftig in entscheidendem Maße davon abhängen, ob sie bei der Abwicklung von Kartenprogrammen mit Prozessoren zusammenarbeiten, die die Relevanz eines ganzheitlichen Risikomanagements bereits erkannt und umgesetzt haben.

 

Peter Vesco
Chief Operating Officer / Atos Origin Processing Services GmbH

 


 

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