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Extreme Computing: Der Bull-Joseph-Fourier-Preis 2015 zeichnet Forschungsprojekte in Medizin und Materialforschung aus

  • Preisträger des 2015 Bull-Joseph-Fourier verdeutlichen Relevanz der Computersimulation in bedeutenden gesellschaftlichen Bereichen
  • Ultraschnelle Diagnose von Schlaganfällen kann Leben retten
  • Durch digitale Simulation entsteht „Material-by-Design“-Ansatz

Paris, 13. April 2016

Zwei Projekte haben den Bull-Joseph-Fourier-Preis 2015 erhalten: ein Projekt für High Performance Computing bei bildgebenden Verfahren in der Medizin sowie eine Arbeit im Bereich der Materialforschung. Der Bull-Joseph-Fourier-Preis wurde von Catherine Rivière, Präsident und CEO der Forschungsagentur GENCI (Grand Equipment National de Calcul Intensif) und von Philippe Vannier, Executive Director, Big Data und Security und Director of Technology von Atos verliehen. Die Auszeichnung honoriert Beiträge, die die Wahrnehmung von Wissenschaft und Innovation in der Öffentlichkeit fördern und Simulationsmethoden entwickeln. Damit will der Preis die Entwicklung der Computersimulation in Frankreich beschleunigen und ein breites Umfeld schaffen, in dem Rechenzentren, Forschungslabore und die europäische Industrie zusammenkommen.

Leben retten mit beschleunigter Schlaganfalldiagnose

 

PM Atos Fourier

Der erste Platz des Bull-Joseph-Fourier-Preises 2015 zeichnet die Arbeit von High Performance Computing bei medizinischen Bildern aus: Prämiert wurden das Team um

  • Frédéric Nataf, Research Director am CNRS
  • Professor Frédéric Hecht und Pierre-Henri Tournier, Postdoc, vom Labor J.-L. Lions an der Université Pierre et Marie Curie, Projekt Alpines-INRIA
  • Victorita Dolean von der mathematischen und statistischen Abteilung der University of Strathclyde (Glasgow, UK) sowie des Labors J.-A. Dieudonné an der Université de Nice-Sophia Antipolis
  • Pierre Jolivet, CNRS Researcher am IRIT-ENSEEIHT, Toulouse

Der Bull-Joseph-Fourier-Preis 2015 belohnt damit eine Forschungsarbeit, die wahrscheinlich bei der Rettung von Menschenleben hilft. Die Simulationsstudien wurden zusammen mit der medizinischen Bildgebungsfirma EMTensor durchgeführt. Sie zeigen die Machbarkeit innovativer Bildgebung basierend auf Mikrowellen. In weniger als 15 Minuten lassen sich so die beiden Arten von Schlaganfall (ischämisch oder hämorrhagisch) unterscheiden – von der Aufnahme bis zur Versorgung der Patienten im Krankenhaus. Die Geschwindigkeit der Erkennung und die Charakterisierung eines Schlaganfalls sind entscheidend für die Pflege und das Überleben des Patienten. Diese Simulationen gründen auf hoher Rechenleistung, neuen Algorithmen und der schnellen Entwicklung der Supercomputer.

Revolution in der Produktentwicklung

 

Das Team von Antoine Levitt, Head of Research am INRIA (Nationales Forschungsinstitut für Informatik und Automatisierung) und Marc Torrent, Principal Investigator beim Kommissariat für Atomenergie und alternative Energien, erhielt den zweiten Platz beim Bull-Joseph-Fourier-Preis 2015.

 

Die Forschungsgruppe schafft neue Materialien, ohne auf Erfahrungswerte zurückgreifen zu können, und prognostiziert deren Eigenschaften mit leistungsfähigen Simulationen ihrer elektronischen Struktur. Die Parallelisierung der weltweit in der Forschung verwendeten "ABINIT" Software und dadurch der Einsatz von Supercomputern war vorher nicht möglich. Das Team ebnet den Weg hin zu Material-by-Design: Neue Materialien erfüllen präzise Spezifikationen, dank der Auswertung von Informationen aus einer sehr großen Datenbank an Materialeigenschaften. Dies ersetzt oft langwierige, teure und gefährliche Experimente. Das ist für alle Bereiche interessant, die mit innovativen Materialien arbeiten – etwa Luftfahrt, Chemie und Gesundheit.

Über den Bull-Joseph-Fourier-Preis

 

Der Bull-Joseph-Fourier-Preis wird jährlich an Teams aus Wissenschaft und Wirtschaft für Forschungsarbeiten in den Bereichen Computersimulation und High Performance Computing in Frankreich vergeben. Der Preis wird von Atos und der Forschungsagentur GENCI (Grand Equipment National de Calcul Intensif) ausgelobt. Er will die Entwicklung der Computersimulation fördern sowie den Umgang mit hohen Datenmengen, wie sie in der wissenschaftlichen Forschung und bei Unternehmensanwendungen anfallen. Ziel ist es, die Position von Europa im Bereich der Forschung und Innovation zu stärken.

 

Der Preis ist eine Hommage an den Mathematiker Joseph Fourier, dessen Arbeiten im 18. Jahrhundert einen wichtigen Beitrag zu der mathematischen Modellierung physikalischer Phänomene geleistet hat.

Über Atos

 

Atos SE (Societas Europaea) ist ein führender Anbieter von digitalen Services mit einem Pro-forma-Jahresumsatz von rund 12 Milliarden Euro und circa 100.000 Mitarbeitern in 72 Ländern. Atos unterstützt Unternehmen weltweit mit Beratungsleistungen und Systemintegration, Managed Services & Business Process Outsourcing (BPO) sowie Cloud-, Big-Data- und Sicherheitslösungen. Hinzu kommen Services von der Tochtergesellschaft Worldline, dem europäischen Marktführer für Zahlungs- und Transaktionsdienste. Mit seiner umfassenden Technologie-Expertise und tiefgreifendem Branchenwissen arbeitet Atos mit Kunden in unterschiedlichen Marktsegmenten zusammen: Banken, Bildung, Chemie, Energie und Versorgung, Gesundheit, Handel, Medien und Verlage, Öffentlicher Sektor, Produktion, Telekommunikation, Transport und Logistik, Versicherungen und Verteidigung. Die Atos Gruppe verbindet Unternehmensstrategie, Informationstechnologie und Prozesse miteinander und hilft Kunden so, ihr Geschäft nachhaltig weiterzuentwickeln.

 

Der Konzern ist der weltweite IT-Partner der Olympischen und Paralympischen Spiele und an der Pariser Börse Euronext notiert. Atos firmiert unter Atos, Atos Consulting, Atos Worldgrid, Bull, Canopy, Unify und Worldline.

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.atos.net

 

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