Das Jahrhundert der Daten

 

 

 

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Vielfalt fördert Innovation

von Philippe Mareine, Executive VP und Leiter von Group Human Resources bei Atos


Unternehmen stützen sich vermehrt auf Technologie; Innovation wird als Antrieb für Europas nächsten Wachstumsschub gefeiert.

 

Das Innovationstempo ist entscheidend dafür, ob Unternehmen, die sich zu digitalen Betrieben weiterentwickeln, auch in Zukunft  Erfolg haben. Zukunftsorientierte Unternehmen erkennen die Bedeutung von Vielfalt bei der Verbesserung ihrer Kreativität und Geschäftsprozesse.

 

Die Versuchung mag groß sein, Teams von gleichgesinnten Mitarbeitern in der gleichen Altersstufe und mit ähnlichem Bildungs- und Erfahrungshintergrund zu bilden. Ohne Vielfalt wird ein Team jedoch nicht so viele neue Ideen entwickeln und nicht so leistungsfähig sein, denn Vielfalt fördert Innovation. Wenn man Menschen mit verschiedenem kulturellem Hintergrund und unterschiedlichen Fähigkeiten zusammenführt, erhält man verschiedene Sichtweisen, die zur Förderung von Kreativität und Innovation unabdingbar sind. Obwohl das schnelle Erreichen eines Konsenses in gleichgesinnten Teams für das Team befriedigend ist, ist das Ergebnis nicht immer unbedingt optimal. Konstruktive Konflikte und Herausforderungen führen häufig zu einer tiefergreifenden Entwicklung  von Ideen.

Warum Vielfalt Innovation fördert

Eine der wichtigsten Zielvorgaben für Unternehmensleiter ist auf Innovation basierendes Marktwachstum. Ein gemischtes Team aus Baby Boomern, zukunftsweisenden „Millenials“ und „Digital Natives“ aus verschiedenen Ländern und mit unterschiedlichem sozioökonomischem Hintergrund gewährleistet eine Mischung von völlig verschiedenartigen Fähigkeiten und erlaubt das Erkennen und Ausschöpfen neuer Möglichkeiten, die andere Menschen vielleicht gar nicht sehen. Eine neue Studie von McKinsey & Co bestätigt das.Die Untersuchung zeigt, dass börsennotierte Unternehmen in den USA, die Vielfalt im Vorstand aufweisen, 95% höhere Eigenkapitalrenditen erzielten als Betriebe, denen es an Vielfalt mangelt. Ein Bericht von Talent Innovation belegt ebenfalls, dass Arbeitgeber, die Vielfalt fördern, mit 45-prozentiger Wahrscheinlichkeit größere Marktanteilgewinne verzeichnen und sehr viel eher neue Märkte erschließen. Zusammenfassend gilt also, dass Vielfalt von höchster Wichtigkeit für erfolgreiche Vorstände ist, weil sie sich positiv auf deren Leistung und auch Aktienwerte auswirkt. Sie beeinflusst nicht nur Start-Ups und Kreativagenturen, sondern auch große Unternehmen.

Wie man Vielfalt in der Belegschaft ermöglicht

Die Einstellung von Mitarbeitern mit unterschiedlichem Hintergrund ist ein Ansatz zur Förderung von Vielfalt, die Einführung eines internen Social Business Netzwerks wird Kreativität und Innovation am Arbeitsplatz noch weiter vorantreiben. Ein konzerneigenes soziales Netzwerk, das grenz- und silo-übergreifend funktioniert, wird zu Denkanstößen anregen, zum Austausch und zur Diskussion von unkonventionellen Ideen führen und damit das volle Potenzial jedes Einzelnen freisetzen. Wir haben über 8.000 aktive Communities in unserem internen sozialen Netzwerk „blueKiwi“. Es ist ein unglaublich wirksames Instrument, um den geschäftlichen Herausforderungen unserer Kunden zu begegnen und sich jederzeit des kollektiven Gedankenpotenzials von über 85.000 Mitarbeitern zu bedienen.

Führungskräfte müssen Vielfalt fördern

Vielfalt am Arbeitsplatz beginnt an der Spitze. Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass gewisse Führungsstile Innovation in allen Bereichen fördern. Die Schaffung einer Atmosphäre, in der die Stimme jedes Einzelnen zählt, in der Mitarbeiter ohne Furcht ihre Meinung und neue Vorschläge vorbringen, die Delegierung von Entscheidungen sowie die Anerkennung von erfolgreichen Mitarbeitern sind Beispiele solcher Führungsstile.

 

Eine sogenannte „Speak-Up“-Kultur, in der Ideen offen ausgetauscht werden, ist zur Förderung von Vielfalt innerhalb der Belegschaft von entscheidender Bedeutung. Sie ermuntert auch die leisesten Mitarbeiter im Raum, die früher vielleicht wertvolle Einsichten zurückgehalten hätten, sich zu äußern. Wenn man Teammitglieder ermutigt, Risiken einzugehen und Entscheidungen zu treffen, kann man ihr Selbstwertgefühl und ihre Motivation steigern und sie ermutigen, ihr Potenzial am Arbeitsplatz voll auszuschöpfen.

 

Organisationen, die Vielfalt am Arbeitsplatz positiv gegenüberstehen, werden in der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen kreativ und innovativ sein, sie werden den Ansprüchen ihrer Kunden besser gerecht und letztendlich ihren Umsatz steigern können.

Philippe Mareine

Philippe Mareine wurde 2014 Leiter von Group Human Resources und ist heute für die strategische Allianz zwischen Siemens und Atos verantwortlich. Er ist Geschäftsführer der Atos International Germany GmbH.

 

Phillippe Mareine kam 2009 als Generalsekretär zu Atos. 2011 wurde er zum Executive Vice President ernannt. Bevor er sich Atos Origin anschloss, war Philippe Mareine stellvertretender Leiter der Inspection Générale des Finances beim französischen Finanzministerium. Von 2007 bis 2008 war er für Personalangelegenheiten in der Abteilung für öffentliche Finanzen beim französischen Ministerium für Finanzen, Staatliches Rechnungswesen und Öffentlichen Dienst zuständig. Zwischen 2005 und 2007 war er technischer Berater mit Verantwortung für Arbeitnehmerbeziehungen und Reform im Ressort des französischen Ministers für Wirtschaft, Finanzen und Industrie. Von 2001 bis 2004 hat er für die französische Steuerverwaltung gearbeitet, zunächst als Projektleiter für Servicequalität und später als Abteilungsleiter für Strategie und Innovation. Die ersten vier Jahre seiner Karriere war er in der  Inspection Générale des Finances tätig.

 

Philippe Mareine ist 44 Jahre alt und Hochschulabsolvent der Ecole Polytechnique und Ecole Nationale d’ Administration. Er besitzt einen Universitätsabschluss in Wehrtechnik und ist Mitglied der Inspection Générale des Finances sowie Dozent für Volkswirtschaft an der Ecole Polytechnique.

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