Das Jahrhundert der Daten

 

 

 

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Wie die digitale Transformation Ihren Umsatz steigern kann

von Jacques Pommeraud, CEO von Canopy

 

Jahrelang haben Unternehmen sich auf das kostensparende Potenzial von Cloud und auf die Umstrukturierung von IT-Ausgaben hin zu einem OPEX-Modell konzentriert.

 

Heute richten Organisationen idealerweise ihre Aufmerksamkeit darauf, wie Cloud das Umsatzwachstum im Rahmen ihrer digitalen Transformationsstrategie fördern kann.

 

Kundenbedürfnisse ändern sich. Kunden wollen zunehmend ihre Bankgeschäfte über Smartphones abwickeln sowie online kaufen und die Waren schnell im Geschäft abholen. Natürlich besteht weiterhin Bedarf an Ladengeschäften. Trotzdem erwarten Kunden flexible und zuverlässige Internetseiten, die auf ihre Bedürfnisse eingehen, relevante Werbeangebote vorschlagen und hervorragenden Kundendienst bieten. Wenn Kunden angenehm und stressfrei einkaufen können, geben sie mehr aus, empfehlen eher Ihre Marke und werden so zu Fürsprechern in den sozialen Netzwerken.

 

Canopy hat vor kurzem mit fast 1.000 CFOs, CIOs und Entscheidungsträgern in mittelständischen und großen Unternehmen in den USA und Westeuropa gesprochen, 59% dieser Unternehmen waren börsennotiert. Thema dieser Gespräche war die Fortentwicklung von digitalen Projekten in ihren Betrieben und ihre Reaktion auf veränderte Konsumgewohnheiten.

 

75% der CFOs schätzen, dass ihrem Unternehmen in Ermangelung einer geeigneten Cloud-Anwendung und -Infrastruktur zur Unterstützung der digitalen Betriebstransformation Umsatzpotenzial entgeht. Sie befürchten, dass ihre Unternehmen dadurch bis Ende 2015 nicht mehr wettbewerbsfähig sind.

 

Angesichts des unerbittlichen Drucks von Start-Ups müssen bestehende Unternehmen sicherstellen, dass ihre digitale Strategie ganz oben auf der Tagesordnung steht. Der Verlust von Wettbewerbsfähigkeit ist keine theoretische Gefahr in der Zukunft, sondern geschieht bereits jetzt in allen Branchen.

 

Organisationen müssen ihre Betriebsmodelle überprüfen. Sie müssen untersuchen, wie sie Echtzeit-Analysetools für präzisere Zielvorgaben oder ein verbessertes Kundenerlebnis einsetzen können. Ich habe neulich mit einer großen Versicherungsfirma gesprochen, die Big Data geschickt anwendet, um die Preise von Versicherungspolicen genauer zu berechnen, und die Cloud Computing benutzt, um neue Angebote auszuarbeiten, die sich auf neue Trends und den frühen Wandel im Kundenverhalten stützen.

 

Wenn Betriebe zögerlich handeln, werden ihnen digitale Start-Ups innerhalb weniger Monate den Rang ablaufen. Uber und Netflix sind zwei Störenfriede, die Taxifahrten und Video-Streaming einfach und vergnüglich machen. Und sie sind profitabel. Der Wert von Uber wird von seinem Mitbegründer Travis Kalanick auf 17 Milliarden US-Dollar geschätzt.

 

Wenn sich Unternehmen dem digitalen Zeitalter mit Erfolg anpassen, ist der Lohn dafür enorm. CFOs glauben, dass sie ihren Umsatz im Jahre 2015 durchschnittlich um 10% steigern könnten. Das entspricht bei einem der typischen Unternehmen aus der Umfrage mit einem durchschnittlichen weltweiten Jahresumsatz von 1,49 Milliarden Euro der erstaunlichen Summe von etwa 120 Millionen Euro. Dafür müsste man eine flexiblere Cloud-Infrastruktur einrichten und agilere Anwendungen zur Förderung der digitalen Transformation entwickeln.

 

Warum ist insbesondere die Cloud so wichtig? Weil sie es Unternehmen in allen Branchen (z.B. Automobil- und Bekleidungsindustrie, Einzelhandel, Industriesektor und Finanzen) ermöglicht, das Tempo bei ihrer Evolution zu einem Softwareunternehmen aufrechtzuerhalten und zu beschleunigen.

 

Als Einzelhändler können Sie zum Beispiel eine Smartphone-Anwendung entwickeln, die das digitale und reelle Kauferlebnis im Geschäft für den Käufer zur Steigerung Ihres Absatzes verbindet. Eine Online-Bank kann Inhalt kurz und bündig auf einer Webseite aktualisieren, damit ihre Dienstleistungen wettbewerbsfähig und für den Kunden klar ersichtlich sind und sie somit ihren Marktanteil vergrößern kann. Als Restaurantbesitzer können Sie interaktive Software wie zum Beispiel e-Table einsetzen, damit Ihre Gäste ihre eigene Bestellung aufgeben können, Service, Spaß und Effizienz im Restaurant gesteigert werden können und Sie mehr Buchungen am Abend verzeichnen.

 

In allen Beispielen geht es um die Steigerung des Umsatzes, wofür es sich lohnt, auf dem digitalen Schlachtfeld zu kämpfen. Wir sehen, dass unsere innovativsten Kunden deutlich an Flexibilität gewonnen und ihre Ressourcen erfolgreich von ihrer internen IT hin zu Wachstum verlagert haben. Wir werden weiterhin Gewinner und Verlierer sehen, während bahnbrechende Firmen sich in Software-Unternehmen verwandeln und die digitale Revolution unsere Wirtschaft verändert.

Jacques Pommeraud

Jacques Pommeraud ist seit der Gründung bei Canopy und ein begeisterter Begleiter von Großunternehmen auf ihrer Reise zur Cloud. Er war fast ein Jahrzehnt in der Strategieberatung von McKinsey & Co in Paris und Boston. 2009 hat er sich Atos angeschlossen. Als Chief Lean Officer führte er ein Team von 200 Experten. Danach wurde er Leiter von Group Transformation und leitete wichtige Initiativen zur Umsatzgenerierung und Verwaltungsoptimierung. Nach der Akquisition von Siemens IT Solutions and Services durch Atos wurde Jacques Geschäftsführer mit Verantwortung für die Integration von 30.000 neuen Mitarbeitern und 3,7 Milliarden Euro Umsatz. Jacques Pommeraud hat einen Hochschulabschluss in Ingenieurswesen (MSEng) von der Ecole Nationale des Ponts et Chaussées in Frankreich und einen MBA von INSEAD.

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