Auf dem Boden der Tatsachen: eine Cloud für Europa

 

 

Cloud für Europa

Auf dem Boden der Tatsachen:
eine Cloud für Europa

Von Mick Symonds, Principal Solutions Architect bei Atos International

 
Cloud Computing hat die Bereitstellung von IT in Betrieben revolutioniert. Die Cloud ist in Mode. Sie scheint der Standardbaustein für neue Anwendungen und Unternehmensinfrastruktur zu sein.

 

Es könnte allerdings sein, dass die Annahme einer allgemeinen Akzeptanz der Cloud etwas übertrieben ist. Die erste Aufregung und der Rummel haben sich gelegt, Betriebe können jetzt ermessen, wie dieses neue Liefermodell ihren Bedürfnissen gerecht werden kann. Das trifft insbesondere auf den europäischen Markt zu, in dem es sehr viel größere Bedenken als in Amerika gibt, wertvolle Daten aus der Hand zu geben und in die Cloud zu übertragen.
 

Es gibt mehrere Gründe für diesen vorsichtigen Ansatz. Letztlich ist er auf die grundverschiedenen Auffassungen von privatem Datenschutz in Europa zurückzuführen. Datenschutz, Regelkonformität und gesetzliche Einschränkungen sind Themen, die europäische Unternehmen berücksichtigen müssen, um Cloud-Dienstleistungen Vertrauen schenken zu können. Deshalb ist die Akzeptanz der Cloud in Europa auch recht unterschiedlich.

Europas IT-Innovation ermöglichen

Diese Bedenken zeigen, wie wichtig eine vertrauenswürdige europäische Cloud ist. Die europäische Cloud muss die logistischen Bedürfnisse Europas befriedigen, die erforderliche Rechnerleistung bieten und Innovationskriterien erfüllen, damit diejenigen, die sie nutzen, Vorreiter in ihrer Branche bleiben.
 
Obwohl Europa in vielerlei Hinsicht vereint ist, darf man nicht vergessen, dass es noch immer aus 28 unterschiedlichen Ländern besteht. Jedes hat seine eigene Regierung und eine landeseigene Gesetzgebung. Allerdings soll sich das mit einer bald in Kraft tretenden einheitlichen EU-Datenschutzregelung ändern. Eine Cloud für ganz Europa muss aktuelle Faktoren berücksichtigen und gleichzeitig für bevorstehende Gesetzesänderungen gerüstet sein.
 

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Das wichtigste aber ist Vertrauen - nur auf der Basis von Vertrauen ist die Entwicklung langfristiger Beziehungen zwischen Zulieferern und Nutzern möglich, die verlässliche Cloud Services, unabhängige Zertifizierungen, regelmäßige Audits und realistische Service-Level-Verträge umfasst. Vertrauen ist ein hohes Gut und benötigt Zeit. Man kann Benutzern nichts vorschreiben oder sie mit finanziellen Anreizen dazu bewegen, Cloud-Dienstleistungen zu nutzen, solange sie dabei Vorbehalte empfinden.

 

Europas Bedürfnisse

Bei der Entwicklung einer vertrauenswürdigen Cloud, die Europas Bedürfnisse erfüllt, sind mehrere Punkte zu bedenken:
 

  • Transparenz
    Bei Cloud-Dienstleistungen sollte ein Anbieter für die Bereitstellung aller vom Kunden gewünschten Informationen rechenschaftspflichtig sein. Wo sind die Daten überhaupt? Dazu gehört auch die Aufklärung des Kunden über Gesetze und Regelungen im Hinblick auf die Aufbewahrung von Daten und den Zugang zu ihnen.
     
  • Resilienz
    Die Verfügbarkeit und Unversehrtheit von anvertrauten und bearbeiteten Daten ist nach wie vor ein Hauptanliegen in jeder Cloud-Umgebung. Unternehmen müssen abwägen, ob sie ihrem ausgewählten Cloud-Anbieter das Vertrauen entgegenbringen, als Hauptverantwortlicher oder nur als Ablage für geschäftskritische Daten zu dienen.
     
  • Portabilität
    Organisationen müssen wissen, wie sie ihre Daten zurückbekommen können. Eine Ausstiegsstrategie ist unerlässlich.
     
  • Verschlüsselung
    Obwohl Verschlüsselung häufig erwähnt wird, um die Angst vor Datenmissbrauch zu überwinden, birgt sie doch auch ihre eigenen Probleme. Verschlüsselung ist kein Allheilmittel für alle Sicherheitsbedenken. Daten muss man immer noch für die Bearbeitung oder gemeinsame Nutzung entschlüsseln, was weitere Komplexität und Risiken zur Folge hat.
     
  • Schutz geistigen Eigentums
    Geistiges Eigentum wirft viele Fragen auf, insbesondere wenn Dienstleistungen „gratis“ sind. Die Geschäftsbedingungen einiger Cloud-Anbieter gewähren dem Betreiber nicht nur Zugangsrechte, sondern auch Nutzungsrechte auf die Daten des Kunden. In unserer vor allem auf Know-how beruhenden Wirtschaft wird es darüber in den nächsten Jahren zu einer zunehmend erbitterten Debatte kommen.

Vertrauen muss auf beiden Seiten der Lieferkette aufgebaut werden. Zulieferer sollten auf die Gewährleistung einer vertrauenswürdigen Umgebung hinarbeiten, eine Umgebung, in die Kunden das größtmögliche Vertrauen haben können. Gleichzeitig müssen Kunden selbst Vertrauen zu einer solchen Umgebung fassen und sich in einer komplizierten Lieferkette zurechtfinden. Sie müssen ihren Anwendern und Interessengruppen gegenüber nachweisen, dass unternehmenskritische Daten sicher sind.

Erfahren Sie mehr darüber, wie Organisationen auf eine vertrauenswürdige Cloud für Europa hinarbeiten können. Lesen Sie dieses Whitepaper von Atos.
 

Mick Symonds

Mick Symonds ist Principal Solutions Architect bei Atos und lebt in den Niederlanden. Er arbeitet seit über 30 Jahren in der IT-Branche und hat eine Reihe verschiedener Positionen als Techniker, im Marketing, in allgemeinen Führungsaufgaben und in der Beratung bekleidet. Sein besonderes Augenmerk galt dabei immer der laufenden Betreuung von IT-Infrastrukturdiensten und ihrer Entwicklung.
Den größten Teil seiner Zeit verbringt er neuerdings mit der Scientific Community und der Entwicklung von Helix Nebula, einer neuen europäischen Initiative zur Bereitstellung gebündelter Cloud-Dienste für öffentliche Organisationen.


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