Könnte Datenanalyse für mehr Sicherheit auf den Straßen sorgen?

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Könnte Datenanalyse für mehr Sicherheit auf den Straßen sorgen?

von Paul Moore, Leiter für den Bereich Neue Medien in der Scientific Community von Atos

 
Viele Städte wollen aus ihrem großen Datenbestand mehr Wert schöpfen. Eindhoven ist allen bereits einen Schritt voraus dank eines innovativen Pilotprojekts: CityPulse. Es geht auf eine Ausschreibung zurück, die Ideen zur Verwaltung eines äußerst belebten Stadtbereichs in der für ihr Nachtleben berühmten Stadt fördern sollte. In diesem Beitrag möchte ich erklären, wie das Pilotprojekt zustande kam und was getan werden muss, damit das System im größeren Rahmen zum Einsatz kommen kann.
 

Atos hat Erfahrung in der Echtzeitüberwachung von sozialen Medien, um Muster zu erkennen und Einblick in die Reaktion von Twitter-Nutzern auf aktuelle Ereignisse, wie internationale Sportveranstaltungen, zu gewinnen. Auf diese Arbeit aufbauend wollte mein Team herausfinden, welche weiteren Bereiche von dieser Art von Analyse profitieren können. So haben wir unsere Aufmerksamkeit den Straßen der Stadt zugewendet, um ein sichereres und lebenswerteres Umfeld für Besucher und Bürger zu schaffen.
 

In Partnerschaft mit der Stadt Eindhoven, dem niederländischen Institut für Sicherheit (DITSS) und Intel haben wir die bekannte Straße „Stratumseind“ für das Pilotprojekt ausgewählt.

Ein betriebsames Nachtleben

 
Stratumseind hat mehr als 50 Kneipen und Discos, empfängt jedes Wochenende zwischen 15.000 und 20.000 Gäste, und wird von der längsten und belebtesten Straße für nächtliche Unterhaltung in den Niederlanden durchzogen. Darüber hinaus sind die fünf Zugänge auf die verkehrsgesperrte Fußgängerzone mit Kameras und Mikrofonen ausgestattet, die Daten in Echtzeit an die Einsatz- und Kommandozentrale der Polizei in der Stadt übermitteln. Im Zusammenspiel mit Twitter-Daten haben diese Informationen vor Ort ein höchst aussagekräftiges Bild der Straße erstellt und so die Behörden dabei unterstützt, bessere Vorhersagen zu treffen und auf sich entwickelnde Situationen zu reagieren.

 
Im Pilotprojekt gab es zwei verschiedene Alarmmeldungen: erstens Echtzeit-Alarmmeldungen für Ereignisse im Moment ihrer Entstehung und Erkennung, und zweitens Alarmmeldungen im Voraus für Situationen, in denen die statistische Analyse von Kommunikationsströmen in den sozialen Medien durch das 20-köpfige Team Trends aufgezeigt und den Ort und Zeitpunkt von wahrscheinlichen zukünftigen Ereignisse vorausgesagt hat. Mithilfe dieser Informationen konnten die Behörden fundierte Entscheidungen über weitere erforderliche Maßnahmen treffen und so der Polizei relevante Einsatzorte angeben oder z.B. eine Serie von Taschendiebstählen intensiver untersuchen.

 
Wir haben auch das Programm zur Dokumentation von Stimmungslagen in den sozialen Medien erstellt. Allerdings haben wir das System so eingestellt, dass es nicht nur, wie in herkömmlichen Ansätzen der Fall, positive und negative Gefühle erkennt, sondern Text auf Stress und Gefahr hin untersucht, um so sehr viel genauere Messungen der Echtzeitbedingungen auf der Straße und damit über die Sicherheit der Bürger zu erhalten.

Überlegungen zur Ausweitung von CityPulse

 

Dank des Erfolgs dieses Pilotprojekts hofft das Team, das System auch in anderen Städten zum Einsatz zu bringen. Davor müssen jedoch noch einige Hindernisse ausgeräumt werden. Zunächst muss CityPulse in das Sensorennetzwerk der Stadt integriert werden, um ein klareres Bild der Ereignisse vor Ort zu gewährleisten.

Darüber hinaus müssen Datenaufbewahrung und Datenschutz sorgfältig bedacht werden. Für das Pilotprojekt wurden die gesammelten und offen verfügbaren Daten anonymisiert, auf sicheren Servern aufbewahrt und nach Abschluss des Projekts vernichtet. Die Daten müssen jedoch anderen Regeln unterworfen werden, wenn das Pilotprojekt im großen Rahmen ausgerollt wird.

In einer Zeit, in der der Druck auf Stadtverwaltungen zu vermehrtem Schutz ihrer Bürger steigt, bietet CityPulse eine Lösung, die größere Sicherheit fördert. Sie trägt dazu bei, polizeiliche Mittel dort einzusetzen, wo sie wirklich benötigt werden. Die pilotierte Lösung ist gewiss auch für andere Städte von Interesse – und von Vorteil.

 
Copyrights:

  • Eindhoven bei nacht: Stratumseind.net
  • Eqipment CityPulse: Peter van de Crommert

Paul Moore

Paul Moore ist bei Atos Business Development Manager für den Kunden BBC. Zuvor war er der Leiter des Forschungs- und Entwicklungsbereiches für die Medienbranche. Er lebt in London. 

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

Atos Austria
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Sehen Sie auch das CityPulse-Video auf Youtube!

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